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Pflanzenverbündete und das Zusammenspiel der Kräfte

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Seit ich denken kann, gehört ein ausgewogenes Zusammenspiel von moderner Medizin und Naturheilkunde fest zu meinem Verständnis von Gesundheit. Gleichzeitig haben Pflanzen für mich schon immer einen ganz natürlichen Platz in meiner magischen Praxis.


Ich liebe es, mit diesen grünen Wesen zu arbeiten – in einer lebendigen, animistischen Praxis – manche würden es im modernen Sprachgebrauch vielleicht als „schamanisch“ bezeichnen, auch wenn ich mit dem Begriff aufgrund seiner kolonialen Geschichte vorsichtig umgehe – betrachten wir Pflanzen als Wesen mit eigenem Bewusstsein. Als Pflanzenverbündete. Nein, ich bin deshalb keine botanische Expertin. Aber ich kenne und schätze jene Heilkräuter, die mich schon lange durchs Leben begleiten.


Manche kommen mit den Jahren neu hinzu, während andere teils wieder etwas in den Hintergrund rücken. So ist es für mich ganz natürlich, dass ich bei körperlichen Beschwerden neben dem Rat meiner Vertrauensmedizinerin auch immer schaue, was die Natur mir anbieten kann.


Wann immer ich ein Unwohlsein verspüre, setze ich mir sprichwörtlich meinen „Küchenhexen-Hut“ auf und durchstöbere meine Schränke nach dem helfenden Kraut, der passenden Salbe oder Tinktur. Bei Alltagswehwehchen weiss ich längst, was zu tun ist: Beim Anflug einer Erkältung koche ich mir eine Kanne Zistrosentee, eine festsitzende Nase atmet durch ein paar Tropfen Thymianöl wieder auf, und bei Halsschmerzen gurgle ich erst einmal mit Kamillenextrakt. Plagen mich Periodenkrämpfe, greife ich zu Frauenmanteltee – und die regenerierende Kraft der Schafgarbe nutze ich, sobald eine Wunde geschlossen ist, am liebsten als feine, selbstgemachte Salbe für die Hautpflege.


Und wenn es eben nicht um ein akutes Wehwehchen oder eine schnelle Linderung geht, sondern mein Körper signalisiert, dass es Zeit ist, das System einmal grundlegend durchzuspülen und von innen aufzuräumen, kommt die Brennnessel ins Spiel.


Auf der körperlichen Ebene ist sie eine treue Begleiterin für den Stoffwechsel und den körpereigenen Reinigungsprozess: Mit ihrer stark entwässernden und anregenden Wirkung hilft sie uns, Altes sanft durchzuspülen und loszulassen. Auf der magisch-energetischen Ebene schätze ich sie zudem als kraftvolle Pflanze der Abgrenzung und des Schutzes – sie zeigt uns durch ihre Wehrhaftigkeit ganz klar, wo unsere Grenzen liegen und wie wir unsere eigene Energie bewahren können.


Vielleicht hast du auch schon gehört, dass man bei einem Ungleichgewicht im Blut – sei es das Gefühl von Trägheit oder ein instabiler Blutzuckerspiegel – zur Brennnessel greifen soll. Die traditionelle Volksheilkunde nannte sie nicht umsonst eine „Blutreinigerin“. Wenn wir das heute modern betrachten, wissen wir: Der Tee wäscht das Blut zwar nicht magisch rein, aber er kurbelt unsere Filterorgane, allen voran die Nieren, intensiv an. Zudem zeigen moderne Studien immer wieder, wie positiv die Brennnessel auf die Regulation unseres Blutzuckers wirken kann. Sie hilft dem System, das innere Milieu auszubalancieren.

Ein kleiner Geheimtipp am Rande: Wer das reichhaltige Eisen der Brennnessel gezielt für den Blutaufbau nutzen will, sollte sie übrigens eher als Suppe, Salat oder Pulver verzehren – im Teewasser bleiben die Mineralstoffe gern im Beutel zurück!

Und genau hier schliesst sich für mich der Kreis zu einer modernen, im Alltag verwurzelten Praxis. Denn auch wenn das seine ganz eigene Qualität mit sich bringen mag: Es braucht nicht immer das selbst gesammelte Kraut aus dem tiefen Wald, um mit diesen Kräften in Kontakt zu treten. Manchmal reicht der Griff zur Teebox in der eigenen Küche, in der sich die wehrhafte Brennnessel mit dem Zitronengras verbündet hat.


Wenn ich diese Mischung aufgiesse, nutze ich die Minuten des Ziehens ganz bewusst als kleines Alltagsritual. Oft nutze ich dieses Ritual übrigens auch um mit Gött:innen zu arbeiten. Für mich sind solche Rituale eine Art Einladung, den Blick nach innen zu richten: Wo darf ich heute Altes durchspülen lassen? Wo muss ich eine Grenze ziehen? Und wo brauche ich die Klarheit des Zitronengrases, um eine Entscheidung zu treffen?


Und vielleicht ist genau das die grösste Magie unserer Zeit: Wir müssen keine Einsiedlerinnen im Wald sein, um die Verbindung zur Natur zu spüren. Manchmal reicht ein achtsamer Moment am Küchentisch, zwischen zwei Terminen oder am Ende eines langen Tages. Meine Praxis findet genau hier statt – zwischen dampfenden Tassen, moderner Wissenschaft und dem alten Mysterium der Pflanzenverbündeten.


Wie sieht es in deiner eigenen Küchen-Apotheke aus? Gibt es eine Pflanze, die dich schon lange begleitet, oder ein bestimmtes Kraut, zu dem du bei einem Anflug von Unwohlsein fast blind greifst? Teil es gerne in den Kommentaren – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!




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Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Ich teile in diesem Beitrag meine persönlichen Erfahrungen, mein individuelles Alltags-Ritual und Wissen aus der traditionellen Pflanzenkunde. Diese Zeilen dienen der Inspiration und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bitte wende dich bei anhaltenden oder akuten gesundheitlichen Beschwerden immer an eine medizinische Fachperson deines Vertrauens.







Kommentare


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Hallo, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin Nicole – urban aus Überzeugung, mystisch von Natur aus. Ich liebe schwarze Katzen, guten Chai oder Matcha und Gespräche, die spät am Abend anfangen und mit plötzlichen Erleuchtungen enden. Irgendwo zwischen Excel-Tabellen und Zauberkarten habe ich meine Berufung gefunden: Menschen zu helfen, das Chaos, die Magie und selbst die Montage zu verstehen.

Dies hier ist mein Kessel – ein Ort, an dem modernes Leben auf moderne Mystik trifft, gewürzt mit Neugier, einer Prise Rebellion und einer ordentlichen Portion Herz. Mach es dir gemütlich, gönn dir etwas Warmes zu trinken, und lass uns gemeinsam entdecken, welche Magie sich in unserem Alltag versteckt.

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