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All unsere Artikel auf einen Blick


Die Architektur der Sehnsucht: Warum wir das Diktat der „einen wahren Liebe“ hinterfragen müssen
Gemütlich im Kaffee meiner Stadt sitzend, die Menschen um mich herum beobachtend, komme ich nicht umhin mich zu fragen: Ist das Bild der „einen wahren Liebe“ nichts als gut funktionierende, patriarchale Propaganda? Man beobachtet Paare, hört Gesprächsfetzen über Dating-App-Enttäuschungen und spürt diesen subtilen, aber konstanten Druck, der über unserer Gesellschaft liegt: Die Annahme, dass das Leben erst durch ein Gegenüber vervollständigt wird. Dass das Finden des einen, Se
8. Okt.3 Min. Lesezeit


Zwischen Wüstensand und Stadtasphalt: Warum wir das Leben im Beton nicht verteufeln müssen
Ein Plädoyer für eine pragmatische urbane Mystik – zwischen tiefer Trauer, der Faszination für das Nomadentum und der Kunst, Räume zu verbinden statt zu spalten. Bild vom Fotografen Sani Maikatanga Die vergangenen Wochen waren turbulent – selbst für eine Stadthexe wie mich. Da war der Verlust eines Familienmitglieds. Diese besondere Zeit zwischen zwei Jobs, Teilselbständigkeit und Reisen. Und dann sass ich gestern gemeinsam mit meiner besten Freundin in Zürich, bei einem Vor
5. Okt.3 Min. Lesezeit


Von Practical Magic und dem Privileg alternativer Lebensweisen
Image by gpointstudio on Magnific “My darling girl, when are you going to realize that being normal is not necessarily a virtue? It rather denotes a lack of courage.” ~ Aunt Frances, Practical Magic Aus gegebenem Anlass (Practical Magic 2 ist in den Kinos) möchte ich heute ein Thema aufgreifen, das mir sehr am Herzen liegt. Passend als Einleitung teile ich gerne dieses Zitat aus Alice Hoffmans Buch und dem gleichnamigen Film Practical Magic, welches mich schon seit vielen Jah
21. Sept.3 Min. Lesezeit


An den Rändern des 'Nicht-Tuns': Was es wirklich bedeutet, den Raum zu halten
Den Raum halten, ein Satz, den man oft hört im Zusammenhang mit Coaching, Beratung oder Mentoring. Es klingt so erhaben, fast poetisch: „Ich halte den Raum für dich.“ In der modernen Spiritualität und der Beratungswelt hat saich dieser Satz zu einer Art Heiligenschein entwickelt. Man stellt sich dabei gerne als den standhaften Felsen in der Brandung vor – als die Person, die schützt, trägt, eine Kerze anzündet und im richtigen Moment das rettende Licht reicht. Doch wenn man l
29. Aug.3 Min. Lesezeit


Erdgöttin Tailtiu und was sie uns über das Leben in Kreisläufen lehrt
Über das heidnische Jahreskreisfest Lughnasadh haben wir mittlerweile schon einige Male gesprochen. Ein Fest vieler Facetten, das für mich sowohl ein Innehalten zur Dankbarkeit als auch das Bewusstsein beinhaltet, dass alles, was wir ernten, auch einen Preis mit sich trägt und nicht selten ein Opfer verlangt. Sei dies das Opfer der Zeit, des Geldes oder der Energie. Doch wenn wir heute auf den Begriff der „Ernte“ blicken, müssen wir uns einer unbequemen Wahrheit stellen: Wir
1. Aug.3 Min. Lesezeit


Die Ernte erfordert den Schnitt: Was uns die Archetypin der Schnitterin über echtes Loslassen lehrt
Ihr Lieben, wenn das Licht des Spätsommers eine tiefere, goldene Note annimmt, die Stadt nach warmem Asphalt und dichten Sommertagen duftet und die Luft am späten Nachmittag schwer von Erfüllung ist, treten wir über eine unsichtbare Schwelle im Jahresrad: Es ist die Zeit, in der wir Lughnasadh willkommen heissen – das erste Erntedankfest des Jahres. Ja, richtig gelesen, das erste von dreien, denn wir feiern gerne. ;) Normalerweise lausche ich für meine Jahreskreisfeste am li
1. Aug.5 Min. Lesezeit


Zwischen den Welten: Ahnenverbindung im modernen heidnischen Alltag
„Was macht sie denn da?“, magst du dich fragen. Der Sommer hat gerade erst begonnen, und ich spreche von Ahnen – ist das nicht eher ein Thema für die dunkle Jahreshälfte? In den sozialen Medien scheint das der Konsens zu sein. Und ja, traditionell fühlt sich die Atmosphäre, wenn wir uns auf das abnehmende Jahr zubewegen und unser Fokus sich ganz natürlich nach innen richtet, reif für Ahnenarbeit an. Doch diese Praxis nur auf die Herbstmonate zu beschränken, fühlt sich wie ein
28. Juni8 Min. Lesezeit


Pflanzenverbündete und das Zusammenspiel der Kräfte
Seit ich denken kann, gehört ein ausgewogenes Zusammenspiel von moderner Medizin und Naturheilkunde fest zu meinem Verständnis von Gesundheit. Gleichzeitig haben Pflanzen für mich schon immer einen ganz natürlichen Platz in meiner magischen Praxis. Ich liebe es, mit diesen grünen Wesen zu arbeiten – in einer lebendigen, animistischen Praxis – manche würden es im modernen Sprachgebrauch vielleicht als „schamanisch“ bezeichnen, auch wenn ich mit dem Begriff aufgrund seiner kolo
14. Juni3 Min. Lesezeit


Studies in Soul & Cells: Warum die Biologie die wahren Wurzeln des Urweiblichen offenbart
„Nicole, was ist eigentlich, wenn du mit deinem Glauben und deiner Naturspiritualität völlig falsch liegst?“ Es ist eine Frage, die mir manchmal gestellt wird – und die Antwort darauf ist simpel: Dann ist das vollkommen in Ordnung. Genau hier liegt nämlich der Ausgangspunkt: Mein Glaube und mein Weltbild verändern sich ständig. Eine erdverbundene Spiritualität, wie das Heidentum, das ich lebe, behauptet nicht, der einzig wahre Weg zu sein. Unsere Götter und Kräfte geben nicht
31. Mai8 Min. Lesezeit


Götter des Multiplex: Popkultur-Magie, Egregoren und das kollektive Unbewusste
Einleitung: Der moderne Mythos Der Sommer ist endlich in der Schweiz angekommen. Gestern Abend sass ich auf dem Balkon einer Freundin; die Luft war noch warm, während die Dämmerung immer tiefer wurde. Bei einer gemütlichen Tasse Tee driftete unser Gespräch durch ein Dutzend Themen, bis es sich ganz natürlich bei den Sternen einpendelte, die am dunkler werdenden Nachthimmel sichtbar wurden. Wir begannen über Sternbilder zu sprechen, über alte Gottheiten und Traditionen – und z
27. Mai6 Min. Lesezeit


Die Muse zurückerobern: Vom stillen Objekt zur aktiven Schöpferin
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte aus feministisch-spiritueller Perspektive. Seit Jahrhunderten ist die Muse der Lieblingsgeist der Kunstwelt. Sie ist die ätherische Frau im Seidenhemd, die tragische Schönheit im Gedicht oder die „unterstützende Partnerin“ im Schatten des Ateliers. In der traditionellen Erzählung – geboren aus einem schweren männlichen Blick – ist die Muse eine Krücke. Sie ist stumm, nützlich und dekorativ; sie existiert nur, um den Fu
16. Mai4 Min. Lesezeit


Der Leitfaden für moderne Heiden: Wie man kein Idiot ist (und in allem das Magische entdeckt)
Seien wir ehrlich: Wenn die meisten Menschen das Wort „Heide“ hören, denken sie entweder an ein staubiges Museumsexponat oder an jemanden, der mit einem Plastik-Blumenkranz um ein Lagerfeuer tanzt. Und obwohl beide Beispiele wahr, interessant und lustig sein können, geht es beim modernen Praktizieren weniger um die Ästhetik, sondern vielmehr um eine tief empfundene, geerdete Art, durch die Welt zu gehen. In den letzten Monaten haben wir uns das moderne heidnische Leben bereit
14. Mai7 Min. Lesezeit


Die leuchtende Schwelle: Beltane und der urbane Blütenmond
Während die Sonne über der Limmat versinkt und die industriellen Silhouetten Zürichs im Dämmerlicht weicher werden, regt sich etwas Altes unter dem Asphalt. In diesem Jahr ist der Übergang vom April zum Mai nicht nur ein Wechsel im Kalender; nein, mann kann sagen es ist ein echtes kosmisches Event. Heute Abend, am Freitag, dem 1. Mai 2026, geht der volle Blütenmond genau in dem Moment auf, in dem wir die Schwelle zu Beltane überschreiten. Für mich trägt dieses Datum ein Gewic
30. Apr.3 Min. Lesezeit


Sacred Villain: Warum es ein heiliger Akt ist, der/die „Böse“ im Drehbuch anderer zu sein
Von klein auf lernen wir, dass „wertend“ zu sein ein fundamentaler Charakterfehler ist. Wir streben danach, offen, empathisch und verständnisvoll zu sein – besonders diejenigen von uns, die sich einem bewussten, reflektierten Leben verschrieben haben. Ich habe Jahre damit verbracht, genau das weiterzuvermitteln. Als ausgebildete Achtsamkeitslehrerin (MBSR) ist meine Kernbotschaft oft: Wahrnehmen, ohne zu bewerten. Ich lehre die Schönheit des „Anfängergeistes“, die Tugend, mit
19. Apr.6 Min. Lesezeit


Narrativmagie: Was Theater und Schauspiel mit Heiligem Ritual zu tun haben
In unserer modernen, produktivitätsbesessenen Welt wird uns oft gesagt, wir sollen „authentisch sein“ – die Masken ablegen und das „wahre“ Selbst darunter finden. Das ist eine Ansicht, der ich absolut zustimme, mit der ich aber gleichzeitig manchmal ringe. Als neurodivergente Person ist für mich in bestimmten Situationen automatisch viel Masking die Norm . Warum? Weil es manchmal notwendig ist, um dazuzugehören – bei der Arbeit, in einer Gruppe von Gleichaltrigen oder in sozi
16. Apr.5 Min. Lesezeit
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